Archiv für April 2009|Monatliche Archivseite

Ein Foto das mich glücklich macht…

… war vor einiger Zeit mal hier im Umlauf…

Jetzt habe ich auch eines

 

Das Meer, wir sind endlich da!!

Das Meer, wir sind endlich da!!

Unendliche Weiten…

Ich stehe mit meinem Minikind am Fenster unserer Kureinrichtung. Vor uns erstreckt sich das Meer, nichts als das Meer, spiegelglatt mit türkisblauer Schattierung.

Vor Ehrfurcht, Freude und Dankbarkeit über so ziemlich alles in diesem Moment, schiessen mir ein paar Tränchen ins Auge.

„Schau mal DA, schau mal wie schööööön!!!“ halte ich das Minikind an, das Meer zu bestaunen.

 

„BAUM!!!“ lautet die Antwort

 

Und seit zwei Tagen kann ich nicht aufhören, darüber zu lachen – ein voller Erfolg, diese Massnahme

90210

Die West Beverly High, Brenda, Brendon, Kelly, Dylon,…. später auch Melrose Place waren meine Begleiter während der Teeniezeit. Wir sind gemeinsam aufgewachsen und als die Serien vorbei waren, bin ich erstmal in ein tiefes Loch gefallen. Zusammen erwachsen werden, füreinander da sein,… ich kenne kaum jemand der damals nicht am Samstagnachmittag vor der Glotze sass.

Jetzt sitze ich wieder, mit Kribbeln im Bauch.

Natürlich ist es eine andere Welt, ich bin heute 20 Jahre älter, als die Hauptdarsteller damals, aber ich fühle mich zurückversetzt in das Haus meiner Eltern, erinnere mich an kichernd geführte Telefonate mit meinen Freundinnen,  anschliessende Sommerabende…

Kreiiiiiiiiiiiiiisch!!!! Nat führt immernoch das Café!! Oh Gott, ich muss meine Freundinnen anrufen!

Hach, irgendwie bin ich gerade wieder ein bisschen 16 !!

Veronika der Spargel wächst

Mit den ersten zwei Kilos Schrobenhausener Spargel beginnt nun endgültig die schönste Zeit im Jahr.

Jetzt kommen sie ins Wasser und dann gehts los. Ach wie wunderbar!

Nadja Benaissa

Seit dem Wochenende macht mich das Thema um die „No Angels“ Mitsängerin total betroffen. Das ist feinstes Boulevard, aber anders als vergleichbar reisserische Aufmacher, bewegt mich das gerade sehr.

Eine junge Frau bewirbt sich bei einem Format, das hunderttausende von Mädchen und Jungs schauen, sich damit identifizieren, zu den Castings kommen, den potentiellen Möchtegernstars zujubeln, hysterisch kreischen, die BRAVO kaufen, einen Starschnitt an die Wand hängen, sich die Haare genauso frisieren, sich so schminken und geben wie die angehimmelten, und und und.

Wenn die Vorwürfe so stimmen und es sich dabei nicht um einen makaberen Scherz eines verprellten Lovers handelt, finde ich es UNFASSBAR, dass jemand, der so in der Öffentlichkeit steht, sowas wissentlich, billigend in Kauf genommen haben soll.

Die kids, die sie lieben, wie muss das für die sein? Wie können sie es verkraften, schon so früh mit den sogenannten Abgründen der Menschheit konfrontiert zu werden? Was macht das mit ihnen? Zerstört ein solches mutmassliches Verhalten Vertrauen?

Mir fehlen ein bisschen die richtigen Worte, egal wie oft ich ansetze, ich stammle innerlich, weil das für mich so viel mit unfassbarer Kaltschnäuzigkeit zu tun hat, mit einer Gemeinheit, die in Worte auch garnicht zu fassen ist und weil ich mir wünschen würde, dass Kinder damit noch nichts zu tun haben müssten.

Es ist eine Boulevardmeldung, sie könnte mir egal sein, trotzdem hoffe ich inständig, dass sich herausstellt, dass das alles nicht stimmt, ein blöder Scherz oder eine Racheaktion des noch immer verliebten Exfreundes ist.

FROHE OSTERN

 

 

osterhasi

„Da hat er ganz schön zu schleppen gehabt, der Osterhase – vielleicht hat ihm ja der Nikolaus geholfen?!“ 

…staunt das Kind und zählt seine Schokoladenschätze.

Ein schööööner Tag

die Welt steht still, ein schöner Tag

Gestern unmittelbar bevor ich die guten Neuigkeiten der Lieblingsfreundin erhielt, erreichte mich ein unerwarteter Anruf. Ich darf an die Ostsee fahren. Mit den Kindern, in ein kleines Kurhaus, das nur ganz wenige Mütter aufnimmt, keine Bettenburg, sondern ein nettes, familiär geführtes Haus. Andere mögen skeptisch sein, ich bin so froh! Hier zwischen Kind, Kegel, Beruf, Haushalt und anderen Baustellen kann ich mir nicht den Abstand nehmen, den ich bräuchte, um den angestapelten Haufen abzutragen und den Blick wieder mehr auf mich zu richten.

Raus aus dem Alltag, Druck abwerfen, Streßresistenz steigern, Durchatmen, den Kindern beim Sandeln zuschauen, Hosen hochkrempeln, in der Gischt waten, vielleicht sogar mal schnell reinhüpfen, spazieren gehen, im Strandkorb sitzen, Dünen bewandern – das wird uns allen gut tun.
Ich kann mein Glück kaum fassen und freue mich, ich freue mich, ich freue mich -

noch dazu umgehen wir dann elegant das Gartenproblem – wobei noch immer nicht ganz fassen kann, dass unsere Vermieter so mit uns umspringen…schliesslich konnten sie ja nicht wissen, dass sich die Dinge so entwickeln würden… aber egal – wir fahren, wir fahren, wir fahren

Endlosschleife

Als mir die Lieblingsfreundin gestern abend die neueste Hiobsbotschaft überbrachte, war ich geneigt, abzuwinken, zu sagen, dass ein kleiner Milchstauknoten unmittelbar nach der Geburt das eher Wahrscheinliche ist, dass sie sich keine Sorgen machen soll, dass sie positiv denken soll, dass eine wirklich negative Meldung das absolut unwahrscheinlichste ist und alles andere viel eher denkbar.
Mit dieser optimistischen Stimmung habe ich den ganzen Tag verharrt und gewartet, dass es Gewissheit geben möge und das Telefon klingelt.
Um diesen Optimismus noch zu stärken, habe ich es als ein Zeichen gesehen, dass ein Schornsteinfeger, meinen Weg gekreuzt hat. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Auto einfach mitten auf einer Strasse stehen lassen, bin aus dem Auto gesprungen, habe den Mann aufgehalten und mich an ihm gerieben. Das MUSS Glück bringen. Er hats mir auch gewünscht, ich sage, „es ist nicht für mich“ er sagt „egal, für wen auch immer“ und weg ist er.
Ich bin also einkaufen gegangen, der Osterhase kommt bald und mit ihm 4 befreundete Familien und deren Kinder, die hier zum Brunchen, Weißwurstessen, Grillen und Verharren eingeladen sind. Leckereien noch und nöcher, meine Grundstimmung blieb positiv. Während ich noch zu Hause an unserem (nicht unseres) Haus vorbeifahre, sehe ich, dass der lang ersehnte Gartenzaun soeben angebracht und befestigt wurde – super, das Minikind nicht mehr von der Strasse fischen müssen, tolles timing, mit all den Kindern zu Ostern hier.
Während ich noch parke, sehe ich, dass in unserem Garten kein Rasen mehr ist. Ich ahne Schreckliches.
Ich steige aus, schaue mir das Debakel an und werde von einem Bauarbeiter freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass wir da nun 4 Wochen nicht drauf dürfen, weil sie frisch eingesäht haben!!!

Vor Ostern! Ungefragt! Wir können nichtmal auf die Terrasse mit den Kindern, denn wie soll man einem nicht 2 jährigen Kind erklären,…
Das Kind wird aber bald 2, noch vor Ablauf der 4 Wochen, und das wollten wir feiern! Im Garten! Mit anderen Kindern!
Per Mietvertrag steht uns ein Rasenteil zur alleinigen Nutzung zu, wie kann man dann einfach? Ich verstehe das nicht? Wo sollen die Kinder 10!!!! Stück an der Zahl an Ostern spielen? Muss ich jetzt meine Gäste ausladen? Vielleicht habe ich ein Luxusproblem, schliesslich haben andere Menschen garkeinen Garten – aber wir haben einen und wir leben mehr draussen als drinnen, egal zu welcher Jahreszeit. Die Kinder können noch nicht mal in den Sandkasten. Dürfen die das? Einfach so? Ohne Fragen? Ohne Absprache? Ohne: „sagen Sie mal, es ist kurz vor Ostern, haben Sie da was geplant und übrigens dürfen Sie jetzt 4 Wochen lang Ihre Terrassentüre nicht öffnen und die Kinder nicht rauslassen?

Es ist schwer, optimistisch zu bleiben, wenn der Tag nicht so positiv verläuft. Dennoch, meine Augen lassen die Uhr nicht los, meine Hände sind um das Telefon herum gekrampft und ich warte auf das Klingeln. Es wird, muss, wird, muss, wird, muss, wird, muss ein befreiendes Klingeln sein!!

Glücksboten

melancholie

Manchmal muss man beten und hoffen, dass das Schicksal es besser meint, als es mitunter den Anschein macht.

Ich habe schon immer wieder mal Momente gehabt, in denen ich dachte, dass es jetzt unmöglich weiter gehen kann und dass mir soeben das Schlimmste widerfahren ist, was ich mir bisher vorstellen konnte.

Meine Schwester war beim Skifahren mal verschwunden, alle haben sie gesucht und sind wild umher geflattert, mit verzerrten Gesichtern und grossen, starren Augen, das war so ein Moment. Oder als meine Oma gestorben ist, meine liebe Oma, die mit mir immer zum Kindergarten gehopst ist und mir Griesbrei und Nudeln mit Birnenkompott und Krackelchen gekocht hat. Als meine erste Ehe in die Brüche ging. Mein Sternenkind.

In den letzten Monaten haben sich die Negativmeldungen derart gehäuft. Es ist mir nur schwer gelungen, mich davon abzugrenzen und nicht in eine Starre zu fallen, die den Alltag mit lebensfrohen, energiegeladenen, Fragen stellenden Kindern  schier unmöglich macht. Der Ton wurde rauher, Wäscheberge haben sich angehäuft, Chaos wohin man schaut. Mein Kopf zum Bersten voll, der altbekannte Pfeifton, nach fast einem halben Jahr ohne, wieder zu Besuch.

Gestern hat mir jemand gesagt, dass man gerade in diesen Momenten an den Dingen festhalten soll, die glücklich machen. Die Sonne, die Blumen, die gerade überall hervorschiessen, die Kinder, ein Glas Rotwein am Abend… Ich gestehe, dieses einfache Rezept wäre mir alleine nicht eingefallen, ich war so auf Katastrophe gepolt.

Heute habe ich eines unserer Beete neu bepflanzt, später kommt Besuch, bis dahin werde ich die Wohnung geputzt haben und dann kaufe ich neuen Sand für den Sandkasten. Wir werden auf der Terrasse sitzen, die Kinder werden Sandburgen bauen und mit Traktor und Laufrad durch die Gegend sausen.

Es wird besser, nicht heute und sicher nicht morgen, aber es wird alles gut! Ganz bestimmt!