Archiv für Juli 2009|Monatliche Archivseite
Lustig!!
Nachdem ich ähnliches heute bei ihr gesehen habe, musste ich es natürlich auch gleich mal ausprobieren. Ist das nicht wirklich super??

Ein Lächeln…
…hat sich gestern nach einem enorm aufreibenden, bewegenden und nicht ganz einfachen Tag für unsere Familie auf meine Lippen gelegt.
Nach einigen Jahren der Entfremdung hatte ich wieder Kontakt zu einer sehr lieben Bekannten, die für mich nach meinem Umzug in die fremde Stadt und der damit verbundenen Einsamkeit und erstmal nur „Zweckbekanntschaften schliessen“ der erste Herzensmensch war, die ich hier getroffen habe.
Ich habe sie in den Jahren nie ganz aus den Augen verloren, viel an sie gedacht, mitgehofft und auch gebangt und jetzt ist der erste Schritt gemacht.
Jeder ist seiner Wege gegangen – vielleicht schaffen wir es nun wirklich, einen neuen Start zu machen – ich würde mich so freuen!!
Gefährlich!!
Wir sind im Drogeriemarkt unserer Wahl und malen ein bisschen mit den neuen Sommerfarben an uns herum. Das Minikind bekommt den ein oder anderen blau, grün, rosa und lila Fleck auf Gesicht, Fuß und Arme, und ich selbst experimentiere auch ein wenig herum. Wir freuen uns ein Loch in den Bauch und schieben schliesslich weiter.
Ich habe es nicht gesehen, aber neben uns das Mädchen sagt plötzlich:“ Maaamaaa, der Junge hier hat mir gerade die Zunge rausgestreckt!!!“
Die Mutter:“ das ist kein Junge, das ist ein Mädchen!!“
Sage ich:“ das ist DOCH ein Junge“ und lächle
Die Mutter mit weit aufgerissenen Augen:“ WAAAS ein Junge,und dann lassen Sie ihn sich schminken??“
Ich bin perplex, reisse aber ebenso die Augen auf und sage:“ OH MEIN GOTT, Sie haben Recht, er könnte SCHWUL werden!!!“
Die Mutter mit ernster Stimme, ernstem Blick und wahrhaftig absolut ernst meinend:“ deswegen sag ichs ja!!“
Hier bleibe ich stumm….

Tue Gutes…
Nachdem ich lange gezögert habe, das Stöckchen von Kira aufzufangen, traue ich mich heute doch mal;
ich gebe zu, in den vergangenen Wochen war mir nicht so nach Gutes tun, da hätte ich vor allem mal jemanden gebraucht, der mir was Gutes tut, deshalb hatte ich nicht so sehr das Gefühl, im Moment viel geben zu können.
Besonders wohl habe ich mich in meinem Griesgram – Loch garnicht gefühlt. Um mich herum lauter Menschen, die sich nach Möglichkeit auf jede Möglichkeit stürzen, einem Menschen eine Freude zu machen, und ich muffle nur so vor mich hin.
Ich freue mich selbst, dass „es“ mich heute quasi angeschrien hat.
In einer grossen Einkaufsstrasse der Landeshauptstadt befindet sich irgendwo auf Höhe des Hirmers ein „Mr. Hotdog“, ein hübscher kleiner Hotdog – Stand mit Pressfleischwienern und Aufbacksemmeln vom Aldi, die auf den Hotdog-Dolch aufgespiesst werden. Dazu gibt es Getränke vom Diskounter und wer mag kann ein hochwertig hergestelltes Softeis aus dem Automaten dazu haben.
Das Kind erhielt auf mehrmaliges Bitten hin eine Flasche Wasser und während ich den Geldbeutel schliesse, höre ich grosses Geschrei. Ich drehe mich zur Geräuschquelle um und sehe ein etwa 5 jähriges Mädchen tränenüberströmt mit dem Waffelstumpf in der Hand stehen, während ihr gerade gezapftes Softeis auf dem Boden gelandet ist.
Nicht genug, dass das Kind sein Eis verloren hat – die Mutter setzt noch einen drauf, in dem sie es beschimpft und mitteilt, dass es nun keinen Ersatz geben wird.
Das Kind trampelt, stampft, schreit, weint, ist ausser sich – die Mutter dreht sich um, schreit „kommmmmm jääätzttt!!!“ und geht weiter.
Ich frage den Verkäufer, was für ein Eis das Mädchen hatte und bitte ihn, ganz schnell noch eins nachzuzapfen – gesagt, getan, bezahlt, dem Kind hinterhergerannt, es ihr in die Hand gedrückt und gegrinst.
Die Mutter war ziemlich erbost, aber das war mir egal.
In der U – Bahn habe ich dann noch mein Tagesticket an einen netten Herrn am Fahrkartenschalter weitergeschenkt – ich brauche es heute nicht mehr und er hat 5€ gespart.
Ich freue mich – danke, dass Sie mich gezwungen haben, den Blick mal wieder von mir weg zu lenken, Frau Goodytales!!
Nachbarn
Wenn man unsere Nachbarn hat, dann braucht man echt garnichts mehr.
Gestern abend, 19.30 Uhr, ein Freund des Kindes, das Enkelkind unserer Nachbarn, kam zu Besuch und sie spielten Fangen.
„Hab Dich!!“ „Naaaheiin, hast mich niiihicht!!“
Fröhliches Kinderlachen und -gequieke, nicht übermässig laut, aber wenn man nur wenige Meter hinter uns wohnt, dann hört man es eben.
Mein Mann kommt zu mir in die Küche und sagt:“ gerade eben hat der Nachbar zu den Kindern gesagt, ob sie nicht mal endlich still sein könnten, sie hätten doch schliesslich den ganzen Tag über Zeit zum spielen gehabt, er würde jetzt in Ruhe essen wollen und möchte dazu kein Kindergeschrei haben!“
Der Gatte stand in der Garage und hat jedes Wort mithören können, wollte aber erstmal nicht eingreifen, weil er sich erst sammeln musste.
Wir haben drüber gesprochen und beschlossen, dass er nach dem Essen rübergeht und sie darauf anspricht.
Er ging rüber und sagte, dass er nochmal auf vorhin zu sprechenkommen wollte und diesbezüglich die Bitte habe, dass sie zukünftig uns direkt ansprechen sollen, wenn etwas nicht in Ordnung ist.
Und dann kam der Satz, der mir ganzschön zugesetzt hat;
„Ja, es gäbe ohnehin eine Menge zu klären, aber das würden sie nicht mit uns, sondern erstmal mit unseren Vermietern besprechen und dann würde man schon sehen - und nebenbei bemerkt wären ihre Kinder immer schon um 19.00 Uhr im Bett gewesen, in diesem Alter.“
„andere Menschen andere Sitten“, gab der Gatte, die Contenance wahrend noch zu bedenken, um dann vom Nachbarn so wie er war am Zaun stehen gelassen zu werden.
Kotzen könnt ich!
Noch 5 Tage….
…bis zum Flugangstseminar, noch 6 bis zu meinem ersten Flug seit Jahren innerhalb dieses Seminars.
Wenn ich darüber nachdenke, geht mir so die Düse, das kann ich garnicht beschreiben. Viel schlafen werde ich jedenfalls bis dahin nicht - aber gut, Probleme sind dazu da, sie aus dem Weg zu räumen, und daher kremple ich diese Woche die Ärmel hoch und gehe dem Tag x geduckt hocherhobenen Hauptes entgegen…
Ich werde weiter berichten!

Einem geschenkten Gaul…
Heute bin ich im SZ – Magazin über einen Artikel gestossen, der mich ein bisschen nachdenklich gemacht hat.
Er lautet „Die Gewissensfrage“ - und es handelt sich dabei um die Frage, wenn man selbst immer und aus gutem Grund fair gehandelten Kaffee kauft, nun aber beim Einkaufen, oder wo auch immer ein Paket, herkömmlichen Kaffee geschenkt bekommt, den man aufgrund seiner Einstellung zum Fairtrade nur mit schlechtem Gewissen trinken könnte, was tut man damit?
Wirft man ihn weg, schenkt man ihn weiter, trinkt man ihn trotzdem, weil man kann ja nichts dafür, dass man ihn geschenkt bekommen hat???
Mir passiert ähnliches tatsächlich immer mal wieder. Ich bekomme ein kleines oder grosses Geschenk, vielleicht nur eine Aufmerksamkeit, aber es passt überhaupt nicht. Im ersten Moment bin ich häufig versucht, zu lächeln und mich über die Geste als solches zu freuen, im zweiten Moment denke ich mir, das ist eigentlich unehrlich – aber was ist in diesem Fall das Bessere, oder geringere Übel, und für wen eigentlich?
Nehme ich Rücksicht auf die Gefühle meines Gegenübers, und somit das Präsent unkommentiert und dankend an – immerhin wie gesagt „die Geste“ und so - oder sage ich, dass ich
a) das Buch schon habe
b) kein Marzipan mag
etcetera?
Neulich habe ich von einer Frau, für die ich in den letzten Wochen und Monaten immer mal den ein oder anderen Dienst übernommen habe, eine grosse Packung „Bitterschokoladenpralinen“ bekommen. Ohne Zweifel, eine edle Packung, teilweise mit Marzipan gefüllt, aber auch mit Truffeln und was weiss ich.
Ohnehin esse ich nicht besonders gerne Schokolade (bis auf eine, die ich gerade dieser Tage in einer Confiserie gefunden habe, oh mein Gott, weisse Schokolade mit Kakaobohnensplittern – UNFASSBAR lecker!!!), bittere Schokolade esse ich NIE und Marzipan ekelt mich bereits, wenn ich daran denke. Jetzt hat diese Frau sich aber so gefreut, dass sie mir auch mal ein Geschenk machen konnte – was soll ich da tun? Ich habe die Packung angenommen und sie am Abend meinem Mann überreicht – und trotzdem war ich mir nicht ganz sicher, ob das so richtig war.
Man kann sich darüber natürlich auch einfach keine Gedanken machen, aber ich finde tatsächlich, dass dies ein nicht ganz leichtes Thema ist…
Und Sie so??
LangeRegenSalmonellenAllesBlöd – Depression
Heute war nicht so mein Tag.
Ich kanns in Worte garnicht fassen, aber ich bin völlig gefrustet. Mir fehlt es gerade am Sinn. Putzen, aufräumen, Putzen, aufräumen, Kinder bespassen, arbeiten,…
Mir fehlt das Gefühl, abends ins Bett zu gehen und sagen zu können:
So ist mein Leben voll, so habe ich es mir vorstellt, so genau so und nicht anders, hurra, juhu, so kann es weitergehen, so will ich es haben, so bin ich glücklich.
Die Lieblingsfreundin hat mir heute gesagt, ich bräuchte eine Aufgabe, die mich ausfüllt. Sie hat ja Recht – und jetzt?!
Memorial für Michael Jackson
Ich kann mich dem nicht entziehen. Wir sitzen alle vor dem Fernseher, sehr bewegt, mit offenem Mund und der ein oder anderen Träne in den Augen. Nie hätte ich gedacht, dass mich das so berühren würde, aber es ist so. Es ist, als ob meine Kindheit, meine Teeniezeit, viele Momente in meinem Leben, die irgendwie doch auch mit seiner Musik verbunden waren, an mir vorbeiziehen. Heute mittag habe ich auf MTV eine Sendung gesehen, in der seine 40 besten Videoclips gezeigt wurden und das hat mir nochmal verdeutlicht, wie groß sein Schaffen war. Bisschen verrückt oder nicht – WOW!
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