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Nachbarn

Wenn man unsere Nachbarn hat, dann braucht man echt garnichts mehr.

Gestern abend, 19.30 Uhr, ein Freund des Kindes, das Enkelkind unserer Nachbarn, kam zu Besuch und sie spielten Fangen.

„Hab Dich!!“  „Naaaheiin, hast mich niiihicht!!“

Fröhliches Kinderlachen und -gequieke, nicht übermässig laut, aber wenn man nur wenige Meter hinter uns wohnt, dann hört man es eben.

Mein Mann kommt zu mir in die Küche und sagt:“ gerade eben hat der Nachbar zu den Kindern gesagt, ob sie nicht mal endlich still sein könnten, sie hätten doch schliesslich den ganzen Tag über Zeit zum spielen gehabt, er würde jetzt in Ruhe essen wollen und möchte dazu kein Kindergeschrei haben!“

Der Gatte stand in der Garage und hat jedes Wort mithören können, wollte aber erstmal nicht eingreifen, weil er sich erst sammeln musste.

Wir haben drüber gesprochen und beschlossen, dass er nach dem Essen rübergeht und sie darauf anspricht.

Er ging rüber und sagte, dass er nochmal auf  vorhin zu sprechenkommen wollte und diesbezüglich die Bitte habe, dass sie zukünftig uns direkt ansprechen sollen, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Und dann kam der Satz, der mir ganzschön zugesetzt hat;

„Ja, es gäbe ohnehin eine Menge zu klären, aber das würden sie nicht mit uns, sondern erstmal mit unseren Vermietern besprechen und dann würde man schon sehen - und nebenbei bemerkt wären ihre Kinder immer schon um 19.00 Uhr im Bett gewesen, in diesem Alter.“

„andere Menschen andere Sitten“, gab der Gatte, die Contenance wahrend noch zu bedenken, um dann vom Nachbarn so wie er war am Zaun stehen gelassen zu werden.

Kotzen könnt ich!

Déjà vu – fallera

Die Lieblingsfreundin kämpft derzeit mit einem Problem, das mir nicht gänzlich unbekannt ist;

 klickklick

Mein Mitgefühl ist direkt neben der Baustelle….

Gerade nochmal gutgegangen

 

Während die Ichbinimmerich – Familie gestern nachmittag nichtsahnend mit lieben Freunden auf der Terrasse saß, frisch gebackenen Zwetschgendatschi genoss und die Gesichter zwischen anregenden Gesprächen in die Sonne steckte, ereignete sich auf dem Dach der Familie schier unaussprechliches.

Die Wärme, ein Montage- oder Materialfehler – wer will es im Nachhinein genau beurteilen.

Es sassen also alle in trauter Runde. Die zahlreichen Kinderchen spielten im Garten, hüpften und jauchzten, als sich mit tosendem, rumpelndem, ratterndem, unbeschreiblich beunruhigendem Getöse ein Unheil ankündigte.

Ein Blick nach oben, und der Gatte und die Freundin mit Baby auf dem Schoß stoben nur Sekunden, bevor ein riesiger Dachziegel in deren Mitte auf dem Boden zerbarst auseinander und konnten so dem sicheren Tod (ein Ziegel wiegt etwa 2 – 3 kg), oder zumindest schwerwiegenden Verletzungen entgehen.

Ich bin sehr froh darüber!

Ehrliche Haut

Da sich in meinem Hirn im Laufe der Zeit bezüglich der Baustelle um unser Haus herum ein Gewöhnungszustand eingestellt hat, habe ich sie mitunter schon fast vergessen.
So auch, als ich im Eva – Gewand auf die Terrasse trete, im festen Willen, mir meine Wäsche von der Leine zu holen.
Ein eleganter Schlenker, ein Hüpfer in die Spielzeugkiste meines Jüngsten verhindert, dass der über unsere Terrasse flanierende Herr mit Zementsack seine Freude an mir hat.
Ich fluche vor mich hin, „das nervt!!“ „ich habs jetzt aber wirklich mal satt“ und versuche dabei, mich würdevoll aus der Motorikschleife zu befreien.
„WAS, MAMA?? WAS NERVT DICH???“
„Ach, dass die Bauarbeiter hier immer noch dauernd vorbeistiefeln und man nicht mal in seiner eigenen Wohnung nackt rumlaufen kann“

Das Kind nimmt diese Information wortlos entgegen.

Die Zeit verstreicht, ein weiterer Arbeiter zieht an unserer Terrasse vorbei, ich bin mittlerweile angezogen.
„Das NERVT!!“, sagt mein Kind – „hast Du gehört, Bauarbeiter, das NERVT MEINE MAMA!!“
„Was denn?“, fragt der nette Mann
„Dass Du hier immer so vorbeiläufst und meine Mama nicht nackt rumlaufen kann!!“

Ach Kind, danke!

40°

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Auf was man zwingend gewartet hat, wenn man

seit Tagen mit 40° Fieber, den schlimmsten Halsschmerzen wirklich aller Zeiten, Schüttelfrost, Gliederschmerzen in garantiert jedem Gelenk im Körper (und so weiter) im Bett liegt, bzw. sich doch aufgerafft hat, zum Arzt zu gehen, entschieden hat, vorher zu duschen, damit der Gestank der letzten 72 Stunden keine Rückschlüsse auf das sonstige Hygieneverhalten ziehen lässt, man dann völlig erschöpft, frierend und schwitzend aus der Dusche wieder herauskommt und sich gerade mal eben so aufrecht halten kann, … wo war ich – ach so, ja also, worauf man zwingend gewartet hat, ist ein „Klick“ an der Wohnungstür und ein Mann, der den Kopf in die Tür steckt und sagt:“ Oh, hallo, tach, ähm, ich bin der Handwerker!“

Was sonst, sollte einem dazu einfallen als:“Dann gehn Sie mal nen Stock höher!“

 und bevor ich mich dann angezogen habe, habe ich den Schlüssel der Wohnungstür nach innen gesteckt…

Wie es mir geht ?!?

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 … wurde ich heute zum wiederholten Male gefragt. Einmal hat der Fragensteller sogar hinzugefügt:

 “jetzt aber mal ehrlich und nicht immer nur „gut!“ !“

Ich habe überlegt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

In unserer Waschküche liegen etwa 15 Maschinen ungewaschener Wäsche, die
darauf warten, dass eben genau dies mit ihnen getan wird, hier in der Wohnung befindet sich ein Stapel, der schätzungsweise 5 Maschinen füllen wird, überall stehen
halb eingeräumte Kisten und ausgeräumte Schubladen, Fächer etc. offen.

Da wir nicht wissen, wann genau wir umziehen können, muss ja das ein oder andere noch verfügbar sein.

Auf dem Boden liegen unterschiedliche Stapel:  der „ich weiss noch nicht, wo das hinkommt, es ist aber wichtig“ – , der „ich weiss noch nicht, wo das hinkommt, es könnte aber wichtig sein“ – , der „ich weiss noch nicht, wo es hinkommt, aber eigentlich bin ich mir nicht sicher, ob es wichtig ist“ – Stapel und so weiter. Kategorien gibt es derer (auf die ganze Wohnung verteilt) etwa 20.

Da wir das Chaos lieben, hat jedes Mitglied unserer Familie ein Talent zum absolut passenden timing:

Mein Jüngster lernt gerade zu Krabbeln, hat gerade Krabbeln gelernt und möchte diese neu erworbene Fähigkeit verständlicher Weise anwenden. Bedauerlicher Weise ist er in das mühsam erarbeitete Stapelsystem nicht eingeweiht und wirft nun auf seinem Weg durch die Wohnung alles wieder über den Haufen – wer will ihm böse sein.

Mein Grosser ist krank, krank genug, um nicht in den Kindergarten zu gehen, aber eben nicht ausreichend, um im Bett zu liegen und damit zufrieden zu sein, ein Buch anzuschauen und eine Kassette zu hören…

Unsere Vermieter, die nun seit einer Woche die Wohnung im Erdgeschoss renovieren, in die wir dann irgendwann zwischen jetzt und Ende März einziehen sollen, haben alle Türstöcke und Türen dunkelgrau lackiert!! Nicht weiss – DUNKELGRAU!!! Nicht genug, dass das Bad über verschiedene Diarrhoe – Farben verfügt, welche von dunkelgrünen Wasserlilienfliessen eingerahmt werden, womit wir zugunsten der grossen Terrasse hätten leben können – aber diese Türstöcke sind echt das unfassbar hässlichste, was man einer Wohnung antun kann.

Bisher habe ich es nicht angesprochen, schliesslich könnte es ja auch eine Grundierung sein – aber wielange muss man nach dem Grundieren warten?? (ach menno) (einige Wochen später haben wir uns wider Erwarten daran gewöhnt, es sieht richtig nett aus!)

Soeben habe ich erfahren, dass der Hauptumzug Mitte Februar stattfinden wird – das ist insofern lustig, als die Küche bereits zum Ende diesen Monats nach unten ziehen wird – wunderbar, es bleiben also knapp 3 Wochen nur mit einer Spüle und einem alten Herd – das Geschirr stellen wir auf den Boden und essen tun wir auch gleich dort – das wird ein Fest für meinen kleinen Krabbelkönig!

achso: „was wolltest Du wissen?“

 

Ähm – klopfklopf – heute kam unser Vermieter auf uns zu, so nach dem Motto „Wir haben uns das Chaos in der Waschküche ja nun lange genug angesehen, und es wäre wünschenswert, wenn Sie das mal in den Griff bekommen!!!“ (Loch tu Dich auf)

ICH WILL EINE HAUSHÄLTERIN (falls sich jemand bewerben möchte ;o))

Auf gute Nachbarschaft…

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Heute war im Haus hinten (dort wo sich mal unser Garten befand) Richtfest.

Alle Nachbarn waren eingeladen, jeder der  hier etwa 2 – 3 Häuser nebenan oder gegenüber wohnt, ist mal durch den Rohbau geschlendert, hat eine Weisswurst oder zumindest eine Breze gekaut und dazu gabs Wasser, Bier oder ein Glässchen Sekt. 

Die Bauarbeiter tummelten sich und haben ein traditionelles Bierchen getrunken. Sie waren sichtlich stolz auf ihr Werk.

Ein wirklich schöner Brauch, auch für die, die im Laufe so eines Baus die Unannehmlichkeiten mit tragen müssen.

 Natürlich hat(te) niemand der Nachbarn so viele Unannehmlichkeiten wie wir,

(niemand von denen hing in der Wohnung fest, weil der Eingang so blockiert war, dass man nicht mehr rauskonnte, niemand von denen musste wochenlang mit Baby in der Babyschale und kleinem Jungen an der Hand über Berge von Bauschutt klettern, um ans Auto zu kommen, niemand von denen wurde so von Baufahrzeugen zugeparkt, dass er/sie nicht losfahren konnte, niemand von denen muss mehrmals in der Woche den Bauschutt zur Seite räumen, um an die Mülltonne zu kommen, niemand von denen hat stundenlang den vollgelaufenen Keller trockengelegt, der überhaupt nur voll gelaufen ist, weil der Gulli vom Baumüll verstopft wurde, niemand von denen hat ein stinkendes Pixi – Dixi – Klo vor der Haustür stehen, niemand von denen muss 1km weg vom Haus parken, weil die ganze Strasse voller Baufahrzeuge steht, niemand von denen hat ein in Panik kreischendes Kind, das sich in die hinterste Ecke verzieht, weil er solche Angst vor dem Lärm hat, niemand von denen hat verdammt noch mal seinen/ihren Garten für die Baustelle opfern müssen und somit hat auch niemand von den Nachbarn sein/ihr Kind trösten müssen, weil alle Bäume gefällt wurden, der Sandkasten den Baggern zum Opfer gefallen ist, man nie wieder eine Hängematte aufhängen kann und auch nie wieder Versteck spielen können wird, niemand von denen wohnt näher dran als wir)   -  aber WIR waren nicht eingeladen!!!

 

 

Vorher – nachher

Vorher

                                                          

Nachher

Aaarrrghhhhhhhh

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Ich könnte ausrasten! Habe ich schon von der Baustelle - ja ich habe schon von der Baustelle berichtet.

Ich habe Fieber, mir hämmerts im Schädel, ich bekomme schwer Luft und seit Tagen keinen Ton mehr heraus. Ich sitze schüttelgefrostet, heiss und kalt wechseln sich ab, dick eingemummt auf der Couch und versuche, ein wenig auszuruhen.

Die Zeit schreitet voran und ich versuche im Laufe des Tages immer wieder den Krach unmittelbar über meinem Kopf zu ignorieren.

Ich versuche nicht mehr zusammen zu zucken, wenn direkt über mir irgend etwas, offenbar sehr schweres auf den Boden prallt, so dass ich Angst habe, es tut sich gleich die Decke auf.

Im Geiste fällt mir alle paar Sekunden irgendein Stahlträger auf den Kopf, oder schlimmer, auf den meines Babys.

Es ist mittlerweile 19.20 Uhr, die Bohrmaschine dröhnt weiter, heiter vor sich hin, nur unterbrochen vom Schwung des Hammers, der ein nicht minder lautes „Bumbum“, oder auch „Klopfklopf“ von sich gibt.

Ich bin mit den Nerven am Ende – nichts liegt mir ferner, als zu jammern, aber es geht mir nicht gut, es geht mir einfach garnicht gut – aber richtig genervt ist mein Sohn, der nun ca. 10 mal versucht hat einzuschlafen – der Hammer stört ihn nicht – er hat also etwa 10 Sekunden zum Wegnicken, bis der Schlagbohrer einsetzt. Er wacht auf, schaut verstört, verzieht das Gesicht zu einem Weinen, die Bohrmaschine hört wieder auf, „Bumbum“ soo müde, Augen zu, die Bohrmaschine setzt wieder an, Augen auf, verzieht das Gesicht….

Ich schaue mir das wie gesagt ungefähr 10 mal an und gehe dann hoch auf den Speicher und frage, wie lange sie noch gedenken zu arbeiten – „bis um achte“

Ich bemühe mich, die Fassung zu wahren und erkläre, dass ich ein Baby habe, das versucht zu schlafen. „bis um achte“ lautet die Antwort.

„Vielen Dank“ lautet die meine und ich bedaure wieder einmal, dass ich zu Fremden nie so richtig ausfallend werden kann. Das muss ich üben!

Nee is klar…

Ich muss hier im falschen Film sein.

Der Fernseher geht nicht mehr. Er bleibt schwarz, zeigt an: „kein Empfang“

Ich also auf den Balkon, dort steht die Schüssel, bisschen nach links rücken, wieder rein, „kein Empfang“. Wieder zurück auf den Balkon, bisschen nach rechts rücken, wieder rein, „kein Empfang“ – mich treibt der Ehrgeiz – wieder raus auf den Balkon, bisschen mehr nach rechts als vorher, haha, jetzt hab ichs sicher – „kein Empfang“

Bislang war der Fernseher nicht wirklich wichtig, jetzt gerät er zur fixen Idee. Ich gehe also wieder raus, Kommando zurück, es muss doch links sein, puuh, es ist ganzschön kalt so im T-Shirt auf dem Balkon, aber das war sicher das letzte Mal, jetzt hats geklappt, also wieder rein – „kein Empfang“.

Durchatmen, geht nicht, gibts nicht. Ich bitte unseren Vermieter nach oben, der hat ja sicher auch kein Fernsehen, immerhin hängt er an unserer Schüssel mit dran.

Er schaut sich die Schüssel an. „Hm, steht so wie vorher, kann also daran nicht liegen“ (?!?) Vielleicht ist es eine atmosphärische Störung, wir warten mal ab.

Ok, mit einer atmosphärischen Störung könnte ich leben, denn ich gehe davon aus, dass sie vorübergehend ist.

Der Vermieter ist wieder unten, ich gehe noch ein letztes Mal auf den Balkon (boah, was werden die mir alle dankbar sein, wenn ich das Ding wieder zum Laufen bringe – ich bin ein super Satellitenanlagenwiederhersteller, Ihr werdets schon sehn)

„kein Empfang“

Bis der Fernsehmann am nächsten nachmittag endlich kommt, um sich das Ganze anzusehen, bin ich schätzungsweise noch 53 mal raus und rein gerannt und habe die Schüssel wahlweise nach links oder rechts verschoben.

Die Diagnose des Fachmannes? Das Baugerüst stört den Empfang!!

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Bis das Gerüst wieder abgebaut wird, haben wir nun eine terrestrische Antenne und eine DVBT – Box (oder so ähnlich) – wir haben 23 Programme, einige DVDs in der Warteschleife, wir werden die Zeit also rumbringen, denn das Gerüst steht nur noch etwa 2 Wochen.

Ich schaue zum ersten Mal fern mit dem neuen Gerät – irgendwas stimmt immernoch nicht. Das Bild ist alle 5 Sekunden völlig verwackelt, teilweise steht es still oder der Bildschirm wird völlig schwarz. Die Antenne, es muss die Antenne sein – es KANN nur die Antenne sein.

Ich renne also mit der Zimmerantenne hin und her, halte sie in die Luft, bücke mich nach unten, drehe mich ein Stückchen nach links, drehe mich noch ein Stückchen mehr nach linkss, drehe mich nach rechts. Drehe mich noch ein Stückchen mehr nach rechts. Die Bildqualität wird je nachdem, in welcher Ecke des Zimmers ich stehe mal besser mal schlechter – was konstant bleibt, ist der Bildausfall alle 5 Sekunden.

Ich flippe gleich aus.

Es ist der Kran!!! Jedes Mal, wenn der Baukran über unser Haus hinwegschwenkt – was er offenbar alle 5 Sekunden tut – wird das Bild gestört, erheblich gestört! Der Kran bleibt noch bis März.

Ich lebe in einem Irrenhaus!!!!!

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