Archive for the 'Baustelle' Category

40°

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Auf was man zwingend gewartet hat, wenn man

seit Tagen mit 40° Fieber, den schlimmsten Halsschmerzen wirklich aller Zeiten, Schüttelfrost, Gliederschmerzen in garantiert jedem Gelenk im Körper (und so weiter) im Bett liegt, bzw. sich doch aufgerafft hat, zum Arzt zu gehen, entschieden hat, vorher zu duschen, damit der Gestank der letzten 72 Stunden keine Rückschlüsse auf das sonstige Hygieneverhalten ziehen lässt, man dann völlig erschöpft, frierend und schwitzend aus der Dusche wieder herauskommt und sich gerade mal eben so aufrecht halten kann, … wo war ich - ach so, ja also, worauf man zwingend gewartet hat, ist ein “Klick” an der Wohnungstür und ein Mann, der den Kopf in die Tür steckt und sagt:” Oh, hallo, tach, ähm, ich bin der Handwerker!”

Was sonst, sollte einem dazu einfallen als:”Dann gehn Sie mal nen Stock höher!”

 und bevor ich mich dann angezogen habe, habe ich den Schlüssel der Wohnungstür nach innen gesteckt…

Wie es mir geht ?!?

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 … wurde ich heute zum wiederholten Male gefragt. Einmal hat der Fragensteller sogar hinzugefügt:

 ”jetzt aber mal ehrlich und nicht immer nur “gut!” !”

Ich habe überlegt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

In unserer Waschküche liegen etwa 15 Maschinen ungewaschener Wäsche, die
darauf warten, dass eben genau dies mit ihnen getan wird, hier in der Wohnung befindet sich ein Stapel, der schätzungsweise 5 Maschinen füllen wird, überall stehen
halb eingeräumte Kisten und ausgeräumte Schubladen, Fächer etc. offen.

Da wir nicht wissen, wann genau wir umziehen können, muss ja das ein oder andere noch verfügbar sein.

Auf dem Boden liegen unterschiedliche Stapel:  der “ich weiss noch nicht, wo das hinkommt, es ist aber wichtig” - , der “ich weiss noch nicht, wo das hinkommt, es könnte aber wichtig sein” - , der “ich weiss noch nicht, wo es hinkommt, aber eigentlich bin ich mir nicht sicher, ob es wichtig ist” - Stapel und so weiter. Kategorien gibt es derer (auf die ganze Wohnung verteilt) etwa 20.

Da wir das Chaos lieben, hat jedes Mitglied unserer Familie ein Talent zum absolut passenden timing:

Mein Jüngster lernt gerade zu Krabbeln, hat gerade Krabbeln gelernt und möchte diese neu erworbene Fähigkeit verständlicher Weise anwenden. Bedauerlicher Weise ist er in das mühsam erarbeitete Stapelsystem nicht eingeweiht und wirft nun auf seinem Weg durch die Wohnung alles wieder über den Haufen - wer will ihm böse sein.

Mein Grosser ist krank, krank genug, um nicht in den Kindergarten zu gehen, aber eben nicht ausreichend, um im Bett zu liegen und damit zufrieden zu sein, ein Buch anzuschauen und eine Kassette zu hören…

Unsere Vermieter, die nun seit einer Woche die Wohnung im Erdgeschoss renovieren, in die wir dann irgendwann zwischen jetzt und Ende März einziehen sollen, haben alle Türstöcke und Türen dunkelgrau lackiert!! Nicht weiss - DUNKELGRAU!!! Nicht genug, dass das Bad über verschiedene Diarrhoe - Farben verfügt, welche von dunkelgrünen Wasserlilienfliessen eingerahmt werden, womit wir zugunsten der grossen Terrasse hätten leben können - aber diese Türstöcke sind echt das unfassbar hässlichste, was man einer Wohnung antun kann.

Bisher habe ich es nicht angesprochen, schliesslich könnte es ja auch eine Grundierung sein - aber wielange muss man nach dem Grundieren warten?? (ach menno) (einige Wochen später haben wir uns wider Erwarten daran gewöhnt, es sieht richtig nett aus!)

Soeben habe ich erfahren, dass der Hauptumzug Mitte Februar stattfinden wird - das ist insofern lustig, als die Küche bereits zum Ende diesen Monats nach unten ziehen wird - wunderbar, es bleiben also knapp 3 Wochen nur mit einer Spüle und einem alten Herd - das Geschirr stellen wir auf den Boden und essen tun wir auch gleich dort - das wird ein Fest für meinen kleinen Krabbelkönig!

achso: “was wolltest Du wissen?”

 

Ähm - klopfklopf - heute kam unser Vermieter auf uns zu, so nach dem Motto “Wir haben uns das Chaos in der Waschküche ja nun lange genug angesehen, und es wäre wünschenswert, wenn Sie das mal in den Griff bekommen!!!” (Loch tu Dich auf)

ICH WILL EINE HAUSHÄLTERIN (falls sich jemand bewerben möchte ;o))

Auf gute Nachbarschaft…

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Heute war im Haus hinten (dort wo sich mal unser Garten befand) Richtfest.

Alle Nachbarn waren eingeladen, jeder der  hier etwa 2 - 3 Häuser nebenan oder gegenüber wohnt, ist mal durch den Rohbau geschlendert, hat eine Weisswurst oder zumindest eine Breze gekaut und dazu gabs Wasser, Bier oder ein Glässchen Sekt. 

Die Bauarbeiter tummelten sich und haben ein traditionelles Bierchen getrunken. Sie waren sichtlich stolz auf ihr Werk.

Ein wirklich schöner Brauch, auch für die, die im Laufe so eines Baus die Unannehmlichkeiten mit tragen müssen.

 Natürlich hat(te) niemand der Nachbarn so viele Unannehmlichkeiten wie wir,

(niemand von denen hing in der Wohnung fest, weil der Eingang so blockiert war, dass man nicht mehr rauskonnte, niemand von denen musste wochenlang mit Baby in der Babyschale und kleinem Jungen an der Hand über Berge von Bauschutt klettern, um ans Auto zu kommen, niemand von denen wurde so von Baufahrzeugen zugeparkt, dass er/sie nicht losfahren konnte, niemand von denen muss mehrmals in der Woche den Bauschutt zur Seite räumen, um an die Mülltonne zu kommen, niemand von denen hat stundenlang den vollgelaufenen Keller trockengelegt, der überhaupt nur voll gelaufen ist, weil der Gulli vom Baumüll verstopft wurde, niemand von denen hat ein stinkendes Pixi - Dixi - Klo vor der Haustür stehen, niemand von denen muss 1km weg vom Haus parken, weil die ganze Strasse voller Baufahrzeuge steht, niemand von denen hat ein in Panik kreischendes Kind, das sich in die hinterste Ecke verzieht, weil er solche Angst vor dem Lärm hat, niemand von denen hat verdammt noch mal seinen/ihren Garten für die Baustelle opfern müssen und somit hat auch niemand von den Nachbarn sein/ihr Kind trösten müssen, weil alle Bäume gefällt wurden, der Sandkasten den Baggern zum Opfer gefallen ist, man nie wieder eine Hängematte aufhängen kann und auch nie wieder Versteck spielen können wird, niemand von denen wohnt näher dran als wir)   -  aber WIR waren nicht eingeladen!!!

 

 

Vorher - nachher

Vorher

                                                          

Nachher

Aaarrrghhhhhhhh

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Ich könnte ausrasten! Habe ich schon von der Baustelle - ja ich habe schon von der Baustelle berichtet.

Ich habe Fieber, mir hämmerts im Schädel, ich bekomme schwer Luft und seit Tagen keinen Ton mehr heraus. Ich sitze schüttelgefrostet, heiss und kalt wechseln sich ab, dick eingemummt auf der Couch und versuche, ein wenig auszuruhen.

Die Zeit schreitet voran und ich versuche im Laufe des Tages immer wieder den Krach unmittelbar über meinem Kopf zu ignorieren.

Ich versuche nicht mehr zusammen zu zucken, wenn direkt über mir irgend etwas, offenbar sehr schweres auf den Boden prallt, so dass ich Angst habe, es tut sich gleich die Decke auf.

Im Geiste fällt mir alle paar Sekunden irgendein Stahlträger auf den Kopf, oder schlimmer, auf den meines Babys.

Es ist mittlerweile 19.20 Uhr, die Bohrmaschine dröhnt weiter, heiter vor sich hin, nur unterbrochen vom Schwung des Hammers, der ein nicht minder lautes “Bumbum”, oder auch “Klopfklopf” von sich gibt.

Ich bin mit den Nerven am Ende - nichts liegt mir ferner, als zu jammern, aber es geht mir nicht gut, es geht mir einfach garnicht gut - aber richtig genervt ist mein Sohn, der nun ca. 10 mal versucht hat einzuschlafen - der Hammer stört ihn nicht - er hat also etwa 10 Sekunden zum Wegnicken, bis der Schlagbohrer einsetzt. Er wacht auf, schaut verstört, verzieht das Gesicht zu einem Weinen, die Bohrmaschine hört wieder auf, “Bumbum” soo müde, Augen zu, die Bohrmaschine setzt wieder an, Augen auf, verzieht das Gesicht….

Ich schaue mir das wie gesagt ungefähr 10 mal an und gehe dann hoch auf den Speicher und frage, wie lange sie noch gedenken zu arbeiten - “bis um achte”

Ich bemühe mich, die Fassung zu wahren und erkläre, dass ich ein Baby habe, das versucht zu schlafen. “bis um achte” lautet die Antwort.

“Vielen Dank” lautet die meine und ich bedaure wieder einmal, dass ich zu Fremden nie so richtig ausfallend werden kann. Das muss ich üben!

Nee is klar…

Ich muss hier im falschen Film sein.

Der Fernseher geht nicht mehr. Er bleibt schwarz, zeigt an: “kein Empfang”

Ich also auf den Balkon, dort steht die Schüssel, bisschen nach links rücken, wieder rein, “kein Empfang”. Wieder zurück auf den Balkon, bisschen nach rechts rücken, wieder rein, “kein Empfang” - mich treibt der Ehrgeiz - wieder raus auf den Balkon, bisschen mehr nach rechts als vorher, haha, jetzt hab ichs sicher - “kein Empfang”

Bislang war der Fernseher nicht wirklich wichtig, jetzt gerät er zur fixen Idee. Ich gehe also wieder raus, Kommando zurück, es muss doch links sein, puuh, es ist ganzschön kalt so im T-Shirt auf dem Balkon, aber das war sicher das letzte Mal, jetzt hats geklappt, also wieder rein - “kein Empfang”.

Durchatmen, geht nicht, gibts nicht. Ich bitte unseren Vermieter nach oben, der hat ja sicher auch kein Fernsehen, immerhin hängt er an unserer Schüssel mit dran.

Er schaut sich die Schüssel an. “Hm, steht so wie vorher, kann also daran nicht liegen” (?!?) Vielleicht ist es eine atmosphärische Störung, wir warten mal ab.

Ok, mit einer atmosphärischen Störung könnte ich leben, denn ich gehe davon aus, dass sie vorübergehend ist.

Der Vermieter ist wieder unten, ich gehe noch ein letztes Mal auf den Balkon (boah, was werden die mir alle dankbar sein, wenn ich das Ding wieder zum Laufen bringe - ich bin ein super Satellitenanlagenwiederhersteller, Ihr werdets schon sehn)

“kein Empfang”

Bis der Fernsehmann am nächsten nachmittag endlich kommt, um sich das Ganze anzusehen, bin ich schätzungsweise noch 53 mal raus und rein gerannt und habe die Schüssel wahlweise nach links oder rechts verschoben.

Die Diagnose des Fachmannes? Das Baugerüst stört den Empfang!!

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Bis das Gerüst wieder abgebaut wird, haben wir nun eine terrestrische Antenne und eine DVBT - Box (oder so ähnlich) - wir haben 23 Programme, einige DVDs in der Warteschleife, wir werden die Zeit also rumbringen, denn das Gerüst steht nur noch etwa 2 Wochen.

Ich schaue zum ersten Mal fern mit dem neuen Gerät - irgendwas stimmt immernoch nicht. Das Bild ist alle 5 Sekunden völlig verwackelt, teilweise steht es still oder der Bildschirm wird völlig schwarz. Die Antenne, es muss die Antenne sein - es KANN nur die Antenne sein.

Ich renne also mit der Zimmerantenne hin und her, halte sie in die Luft, bücke mich nach unten, drehe mich ein Stückchen nach links, drehe mich noch ein Stückchen mehr nach linkss, drehe mich nach rechts. Drehe mich noch ein Stückchen mehr nach rechts. Die Bildqualität wird je nachdem, in welcher Ecke des Zimmers ich stehe mal besser mal schlechter - was konstant bleibt, ist der Bildausfall alle 5 Sekunden.

Ich flippe gleich aus.

Es ist der Kran!!! Jedes Mal, wenn der Baukran über unser Haus hinwegschwenkt - was er offenbar alle 5 Sekunden tut - wird das Bild gestört, erheblich gestört! Der Kran bleibt noch bis März.

Ich lebe in einem Irrenhaus!!!!!

Des Wahnsinns fette Beute…

Wir machen ja viel mit - keine Frage!

Ich sitze eine halbe Stunde in der Wohnung, weil hinterm Haus auf der Baustelle der Beton gegossen wird, und der LKW, das Pixi - Dixi - Klo und ich nicht nebeneinander in die, bzw. durch die Einfahrt passen.

Das Gerüst ums Haus und die Männer die seit 2 Wochen von 07.00 - 18.00 Uhr an unseren Fenstern vorbei ziehen.

Die Äxte und Hammer, die auf die Dachbalken niedergehen, um das Dach abzureissen.

Den Presslufthammer, der die Decke im Treppenhaus durchstösst und auch die Tatsache, dass hierbei das Treppenhaus geflutet wird, um den Staub zu binden. Selbst, dass man währenddessen und danach für insgesamt etwa 2 Stunden nicht aus dem Haus und nicht in selbiges zurück kann, weil wie gesagt das Treppenhaus voller Morast und Schlamm ist - wir überhören den Lärm - was allerdings auch daran liegen kann, dass wir mittlerweile taub sind (wir müssen das zu gegebenem Zeitpunkt feststellen lassen)

Wir haben dem ganzen sogar einen romantischen Beigeschmack verpasst, indem wir des nächtens im Treppenhaus standen, und die Sterne betrachtet haben - man kann uns also wirklich nicht nachsagen, wir würden nicht das Beste aus der Situation machen.

Wir ertragen die Tatsache, dass im Zuge der Bauarbeiten für 3 Tage das Telefonkabel beschädigt war und wir somit nicht mehr telefonieren konnten, wir haben seit 2 Tagen kein Fernsehen mehr, wunder weiss, woran das liegen mag - reden wir nicht alle davon, dass wir viel zu sehr von den Medien beeinflusst werden? Na also, kein Telefon, kein Fernsehen, kein Internet - das ist doch wie Ferien.

Heute habe ich mich also wieder regelrecht kaputtgelacht. Unsere Einfahrt ziert nun ein, na sagen wir 3m hoher Kiesberg, neben dem Kiesberg das Klo, schräg daneben ein kleiner Bagger - aber nehmen wir die Pointe nicht vorneweg… Im Treppenhaus, führt nun sehr bald eine neue Treppe nach oben, in die neu entstehende Dachwohnung. Dafür wurden am gestrigen Abend Holzplatten ins Treppenhaus eingezogen, die wiederum von Stahlträgern abgestützt wurden - die ganze Treppe vom ersten Stock bis ins Erdgeschoss immer rechts und links auf der Treppenstufe je ein Stahlträger (kapiert?) Heute sollte also das Holzgerüst mit Beton ausgegossen werden, das Holz als Form für die neue Treppe. Hierfür muss das Holzgerüst zusätzlich durch weitere Stahlträger gestützt werden, die wiederum in die Mitte ein jeder Treppenstufe angebracht werden. Unter den Stahlträgern Unmengen von Plastikfolie, damit der Beton der runtertropft später wieder weggemacht werden kann. Alles klar soweit?

Zwischen den Stahlträgern etwa 30cm Platz. 

Mit Hilfe von 3 Bauarbeitern haben wir es zu dritt (mein fast 4 jähriger, Baby in Babyschale = rund 20kg, 42 cm breit und ich (mit Rucksack, Decke und weiterer Tasche) geschafft, dem Treppenhaus zu trotzen. Haha, ich dachte, das sei schon alles.

Aus der Haustür kann man nämlich nicht mehr gehen - denn da ist ja - genau - der Bagger, das Klo (Pixi - Dixi) und der Kiesberg. Die Herren tragen also zu zweit die Babyschale, einer hat meinen grossen Sohn an der Hand. Wir müssen ums Haus herum laufen, über einen Kransockel steigen, durch eine Baugrube klettern, unter einem Gerüst durchkriechen, über geschätzte 232 Bierflaschen balancieren, um dann kurz im Morast den Gummistiefel meines grossen Sohnes zu verlieren, der anfängt zu jammern, es fängt an zu regnen - kurze Zeit später haben wir den Gehweg erreicht und können nun in den Kindergarten fahren… es ist ein schöner Tag!

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 Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich wenig später auf dem selben Weg ins Haus zurück kehre - wieder ist ein sehr freundlicher Herr hilfreich und trägt ächzend mein Baby über und unter verschiedenen Hindernissen hinweg ins Haus - wo uns in der Zwischenzeit eine Tropfsteinhöhle erwartet. Der soeben frisch gegossene Beton bahnt sich seinen Weg durch Ritzen und Fugen - oben vor unserer Wohnungstür angekommen wird mir mitgeteilt, dass ich jetzt bitte mal für eine Stunde nicht ausser Haus gehen soll, weil sie noch nicht ganz fertig sind, mit dem Beton…  es ist ein schöner Tag - und hey! es ist wirklich idyllisch hier bei uns!

Baustelle

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Vom Pixi - Klo habe ich ja bereits berichtet - nun, ich kann nur jedem dringend davon abraten, sich eine Baustelle ans, hinters, vors oder übers Haus zu holen! Als ich heute von täglichen Kindergartenbringfahrt zurückkehrte, durfte ich feststellen, dass im Umkreis von etwa 850m nicht ein einziger Parkplatz mehr frei ist. Baustellenfahrzeuge zieren unsere Strasse - es ist geradezu idyllisch schön.

Ich habe einen Bandscheibenvorfall, der es mir bereits ohne etwas zu tragen , nicht ermöglicht, mich schmerzfrei zu bewegen - mit 20kg Kind nebst Autositz in der einen, 2 Einkaufstüten in der anderen Hand, ist es umso unerfreulicher.

Ich habe also die 850m vom nächstgelegenen Parkplatz zum Haus zurückgelegt, als ich just mit der aufspringenden Pixi - Klotür kollidiere. Vor Schreck mache ich einen Satz nach hinten, rutsche beinahe aus, werde von einem Mann des allgegenwärtigen Bauarbeiterteams aufgefangen und versuche, ein freundliches Gesicht zu machen.

Der sich im Pixi - Klo befindliche Mann hüpft schnell heraus und nimmt mir freundlicher Weise meine Babyschale ab, um sie durch den Hausflur in den ersten Stock zu tragen (Pixi - Klos haben kein Waschbecken, ich desinfiziere den Autositz unmittelbar nach Betreten der Wohnung…). Im Haus selbst wird gerade an der Decke über dem alten Treppenhaus gearbeitet, um dann dort ein neues anzubringen. Hierbei kommt neben dem kleinen Bruder eines Presslufthammers eine Kreissäge zum Einsatz, die die Geräuschkulisse der vergangenen zwei Wochen um ein Weiteres ergänzt.

Das Dach wird neu gemacht, die Dachbalken müssen ordentlich be - hämmert werden (und ähnlich fühle ich mich im übrigen auch) ausserdem bekommt das Haus eine neue Wärmedämmung - unsere Wohnung ist mittlerweile mittels heruntergelassenen Fensterläden abgedunkelt, da den ganzen Tag etwa 8 - 10 Männer an jedem nur erdenklichen Fenster vorbeischauen, und ich unangenehmer Weise einmal gerade auf dem Klo sass, als einer der Herren am Fenster erschien… 

Unsere Satellitenschüssel steht auf dem Balkon und der ist gerade Umschlagplatz für Maler, Dachdecker, Zimmerer, Gipser, weiss der Himmel … - was zur Folge hat, dass wir die Schüssel täglich mehrfach neu justieren müssen (sollten wir Fernseh schauen wollen, aber wer will das schon?)

 Ich muss mal gerade fragen gehen, wie lange das Treppenhaus unzugänglich bleibt -  ich muss doch gleich wieder wegfahren….

Wie gesagt; idyllisch!!!

Der Traum meiner schlaflosen Nächte

Ich wollte schon immer unmittelbar neben der Haustür ein Pixi - Klo stehen haben. Hinter dem Haus, in dem sich unsere Wohnung befindet, ist ein Garten - gewesen - denn jetzt entsteht dort ein Doppelhaus.
Im Zuge der Hausbauten haben die Arbeiter nun 3m neben unserer Haustür ein solches (Pixi - Klo nämlich) aufgestellt. Ich kann mein Glück kaum fassen.

Gestern bin ich mal schnell runter gesprungen, um zum Müll zu gehen, da tönte es mir munter aus dem Klo entgegen. Sekunden später trat auch schon der Besitzer des Geräuschs aus der Tür - guten Morgen!

Wunderbar!