Archive for the 'Zwischenmenschliches' Category

HAPPY BIRTHDAY

Michaela hat heute Geburtstag - das ist meine Schwester - alles alles Liebe! feiern.gifDrück Dich, hab Dich lieb!!

Conny

Connys Eltern waren Freunde meiner Eltern - sie spielten zusammen Tennis.
In regelmässigen Abständen trafen wir aufeinander - die Eltern auf dem Platz, wir Kinder irgendwo aussenrum.
Unser Verein spielte ein Turnier gegen einen anderen, ich war etwa 7 oder 8 Jahre alt.
Conny, ihre kleine Schwester und ich spielten auf dem Spielplatz des gegnerischen Tennisvereins.

Wir wollten rutschen, ich höre Conny, als wäre es heute, wie sie sagt “iiih, da sind Ohrenzwicker, komm wir machen die erst weg”

Wenige Wochen später zeigte mir meine Mutter die Tageszeitung. “Schau mal hier, siehst Du das??”
Es war ein Foto von Conny darin, sie war entführt worden - ich habe sie nie wieder gesehen.

Ach ja

Ich war in der Grundschule, vielleicht 8, sie kam neu in unsere Klasse und ich hatte sie auserkoren, meine neue Freundin zu werden. Ich hatte keine richtige beste Freundin. Ich hatte Nachbarn und die Kinder von den Jugendfreunden meiner Mutter.
Ausserdem: Neue in der Klasse haben doch immer etwas Spektakuläres. Jeder will sie für sich haben, will der erste sein, der den/die Neue kennenlernt. Jeder zeigt sich im Besten Licht, lacht besonders strahlend, ist aussergewöhnlich großzügig, versucht, besonders intelligent zu wirken. Fast so, als versuche man, jemanden in sich verliebt zu machen.
Meistens verfliegt der Rausch des Neuen relativ schnell wieder…

Ich wollte sie also haben, ich hab mich reingehängt und sie WURDE meine beste Freundin.
In der Grundschule war noch nicht so recht klar, was das für Ausmasse annehmen können würde.
Wir gingen zusammen in die Schule und wenn unsere Eltern es erlaubten, dann trafen wir uns auch am nachmittag.
Ich glaube, wir trafen uns hauptsächlich bei ihr zu Hause.
Wir hatten einen Kassettenrekorder und 2 - unendlich viele Elvis und Shakin’ Stevens Kassetten.
Shakin’ Stevens war damals in - Terry fand ihn ziemlich toll - ich liebte Elvis und lies dem schnöden Imitator keine Chance.
Die beiden schmetterten also um die Wette und wir tanzten auf dem Dachboden Rock ‘n Roll - oder was wir dafür hielten.
Wir waren Kinder, wir haben aus ganzem Herzen gelacht, gejuchzt, und uns des Moments erfreut.

Hahaha

Unmittelbar an der Schwelle zum “Frausein” hatten wir das andere Geschlecht für uns entdeckt und dachten uns immer wieder neue Möglichkeiten aus, um auch auf uns aufmerksam zu machen.
Wir waren 10 oder 11 und hatten uns das ein oder andere Opfer ausgeguckt.
Nachmittags zogen wir los.
Wir klingelten an einer Haustür.
Meistens kicherte wenigstens eine von uns ziemlich albern vor sich hin, die andere versteckte sich mindestens ebenso albern hinter der anderen.
Wir waren von unserer Souveränität überzeugt - und so fragten wir dann sobald sich die Tür geöffnet hatte nach einem Pfund Mehl, nach Eiern oder Zucker, da unsere Mutter einen Kuchen backen wollte, allerdings nicht alle Zutaten im Haus habe.
Meistens musste ich sprechen, während Terry, die mich damals um einen halben Kopf überragte, sich wenig erfolgreich daran versuchte, hinter meinem Rücken unsichtbar zu werden.
In der Regel grinste die jeweilige Mutter und brüllte “Thooooomas, für Diiiiihiiiiich” und verschwand hinter der Tür.
Das war dann der Moment, in dem uns aufging, dass wir durchschaut worden waren und so rannten wir schnellstmöglich davon - kichernd.

Stau

Johanna und ich waren in einen Kurzurlaub an die Cote d’ Azur gefahren.

In belebten Strassen mitwandeln, Lebenslust einatmen, auf der Strasse zu Sambarhythmen mitwippen, gutaussehenden Jungs einen Blick hinterher werfen, zurück zum Campingplatz fahren, am Strand anhalten, Türen aufreissen, in der Dunkelheit nackt ins Wasser springen, wieder anziehen, schnell schnell, damit uns niemand sieht, zurück ins Auto rennen und lachenlachenlachen.

Wir mussten arbeiten, bis zuletzt hatten wir unseren Trip ausgereizt.
Es blieben noch 9 Stunden bis zu unserem Schichtbeginn. Ich hatte die Strecke schonmal in weniger geschafft.

Stau am Comer See.

Die Freude konnte nichts trüben, aber zumindest interessierte es uns, wie lange denn dieser Stau sein würde.

Ich habe mal italienisch gelernt. Ich erwähne das gerne immer wieder und gebe es auch in Bewerbungen an. 2 Jahre hatte ich Italienisch in der Schule!
Brummifahrer sind persé immer gut informiert.
Johanna rutscht im Sitz etwas tiefer -

COME LUNGO IL CODA ????? den Satz aus dem Fenster zum Brummimann rübergebrüllt, setze ich mein fachmännischstes Gesicht auf - ich spreche italienisch!! Fliessend, wers wissen will!!
Dumm nur, dass der Brummifahrer mich nicht gehört hat.

COOOMEEEE LUNGO IL COOODAAA???? frage ich erneut und fuchtle ganz italienisch mit der Hand dazu.

Johanna kichert, der Mann hat keinen blassen Schimmer, was ich von ihm will.

Jedes Mal, wenn ich nun irgendwo im Urlaub bin und neben einem Brummi aus Italien fahre, muss ich lachen - COME LUNGO IL CODA heisst mit viel gutem Willen “Wie lange der Schlange” - ganz ehrlich;
das hätte der Brummifahrer nun wirklich verstehen können…

Nathalie…

…ist meine Freundin. Sie hatte vor einiger Zeit schlimme Kopfschmerzen und wurde, nachdem die Diagnose dann endlich stand, an einem Tumor im Kopf operiert. Sie hat es gut überstanden und ihrem Leben in vielen Dingen eine neue Richtung gegeben.

Morgen wird sie erneut operiert, der Tumor ist wieder da - oder beim ersten Mal wurde nicht alles entfernt, wer weiss das schon so genau.

Im Geiste halte ich ihre Hand, bete                                            und übe mich in Demut, denn ich habe keine wirklichen Probleme!

Der besten Freundin von allen…

…sollen diese Zeilen gewidmet sein!

Sie wird schon wissen, dass sie gemeint ist, ihr Name ist Kira und sie hat mir heute unfassbar selbstlos bei einem Aufräummarathon der allerschlimmsten Sorte zur Seite gestanden - nicht nur, sie war massgeblich daran beteiligt.

Mehr Worte bedarf es nicht - DANKE, Du bist wirklich wunderwunderbar!