Archive for the ‘Zwischenmenschliches’ Category

Danke…

..dass Du mir eine Zuflucht warst, als ich es am Nötigsten brauchte, dass Du an mich geglaubt hast und mich darin bestärkt hast, auch an mich zu glauben.

..dass Du mich aus Deinem Leben nicht ausgeschlossen hast, mit mir geredet hast und mir mit Rat und Tat zur Seite standest.

..dafür, dass Du diesen wunderbar schrägen Humor hattest und mich mit Deinen Blödeleien bis heute immer wieder zum Lachen gebracht hast.

..dass Du mir gezeigt hast, wie wichtig es ist, den Mund aufzumachen und nicht des lieben Friedens willen zu akzeptieren, dass man den Kürzeren zieht.

..dass Du für mich da warst und ich so viele wunderbare Erinnerungen an Dich haben darf

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Geschützt: Zeit heilt alle Wunden??

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Und dann…

…lähmt mich die Angst:
Wer wird mir als nächstes entrissen?
Wer muss als nächstes gehen?
Wen werde ich als nächstes ziehen lassen müssen?

Ich traue mich kaum zu atmen, als ob das die nächste Katastrophe auslösen könnte. Mehr kann ich gerade nicht ertragen aber ich spüre, wie ich parallel zu dieser Erkenntnis eine völlig irrationale Panik entwickle, dass dies nun der Startschuss war, dass ich alleine bleibe, dass alle, die ich liebe und die mich lieben von mir gehen – oder schlimmer, dass auch mich ein solcher Sekundentod ereilt und ich alle die ich liebe und die mich lieben zurücklassen werde.
Von einem Extrem ins andere;

Man lebt so vor sich hin, Schlimmes passiert den anderen, Krankeiten, Tod = ausgeblendet.

Und jetzt mitten drin.

In Nordafrika hat es mich in den Wahnsinn getrieben, dass alle Menschen, die zum Kondolieren kamen, gesagt haben „ooh, das tut uns so leid!! ohh, er war so ein guter Mensch!!! oooh, wir sind so traurig!!! …..

… ABER SO IST DAS LEBEN!!!“

Beim ersten, der das gesagt hat, dachte ich noch, das sei eine Eigenart von dieser Person und habe Aussden Folgesatz ignoriert. Beim zweiten fand ich es dann doch deutlich befremdlich, und als es dann immer so wieder ging, und es bis auf einen einzigen jungen Mann ALLE gesagt hatten, wollte ich am liebsten nichts mehr hören.
ABER SO IST DAS LEBEN!

Natürlich ist so das Leben, natürlich weiss das jeder, natürlich leben wir, um irgendwann zu sterben, aber muss einem das gesagt werden, unmittelbar nachdem man erfahren hat, dass das auch für das allernächste Umfeld gilt?

Alle sagen:“das braucht Zeit“ und „die Zeit heilt…“ aber für mich ist genau D A S das Problem. Die Zeit.
So viele Jahre soll ich nun ohne seinen Rat, ohne seine Spässe, ohne seine Liebe, sein ehrliches Interesse, seine mentale Unterstützung in jeder erdenklichen Lebenslage auskommen?
Heute vielleicht, gestern ja, morgen auch – aber dann, jeden weiteren Tag auch?
J E D E N W E I T E R E N T A G ??!!!???
Wie soll das gehen?

Unmöglich

Da sitze ich, schaue das Foto von vor gerade mal 5 Monaten an, das erste seit 30 Jahren, auf dem wir beide gemeinsam in die Kamera lächeln, strahlen, Seite an Seite. Fotos, die gemacht werden MUSSTEN, ich hatte einen regelrechten Drang, Fotos von Papa mit den Kindern, Fotos von Papa mit mir, Fotos von Papa mit seiner Frau, Fotos von Papa alleine – als hätte ich es geahnt, und dabei bin ich sicher, ich hätte so etwas grausames, fürchterliches und kaum auszuhaltendes niemals ahnen können…

Sinnfrage

Ich wünschte, ich könnte anders damit umgehen, stark sein, die Trauer annehmen, das Leben dennoch bejahen, Kraft und Freude durch und für meine Kinder hervorzaubern – und diese Zeit in dem Bewusstsein durchstehen, dass es irgendwann besser werden wird, werden muss.

Es scheint mir so unmöglich damit umgehen zu lernen, so undenkbar, jemals in Frieden damit leben zu können, dass er nicht mehr da ist. Mein Held, mein Ratgeber, meine erste grosse Liebe, warmherzig, kämpferisch, wohlwollend, stets hilfsbereit, immer fair und ehrlich – das Vertrauen, mein Vertrauen hat er nie enttäuscht, hat mir als Einziger immer das Gefühl gegeben, dass es ok ist, was ich mache, dass er darauf vertraut, dass ich den richtigen Weg für mich finden werde – hat nie den Finger in die Wunde gelegt, wenn das, was ich mir habe einfallen lassen, mal nicht gut gelaufen ist.

Da sind so viele Gefühle, und ich kann sie nicht in Worte fassen. In blindem Aktionismus und unter Aufbietung aller Kräfte kann ich minutenweise abschalten, das Grauen nicht so sehr an mich heranlassen – dann denke ich wieder, es platzt mir gleich der Schädel, als würde ich verrückt, als könnte mein Kopf nichts von dem fassen, ertragen, womit ich von nun an lernen soll zu leben.
Er fehlt mir so.unendlich.sehr.

Papi

Mein lieber lieber geliebter Papi,

Du hast immer gedacht, mit Deinem Weggang aus Deutschland hätten sich auch Deine Bande hier her gelöst. Dass keiner mehr an Dich denken würde – und Du warst so enttäuscht von Deinen sogenannten Freunden, so hast Du gesagt.
Papi, ich habe mit allen gesprochen, weisst Du, Du hast Dich geirrt. Sie sind alle so traurig. Sie haben alle gerade bitterlich geweint. Keiner, der nicht aus tiefstem Herzen betroffen ist – keiner, der noch Worte gefunden hätte, um auszudrücken wie unfair das Leben ist, und wie unendlich traurig, dass Du – obwohl so weit weg, aus unserer Mitte gerissen wurdest.

Meine Verzweiflung kann ich nicht in Worte fassen – „nie mehr“ ist so verdammt viel.

Ich hab Dich unendlich lieb und somit jeden Tag der noch kommt immer weiter und für immer – das ist auch verdammt viel!

Dankeschön…

…für ein sehr nettes, fröhliches, interessantes, den Umständen entsprechend entspanntes, naja eigentlich ziemlich aufregendes Bloggertreffen. Es war ein Wagnis sich darauf einzulassen, aber ich bin sehr froh, gekommen zu sein und Euch alle getroffen zu haben. *fröhlichzu Ansku, GEM, Frau Ami, Frau Schlaflos in München, Frau Zukunft und Frau Schussel rüberwinkt*

„Der Wilde“

Die Blase war geplatzt, viel zu früh, aber so war es dann eben. Körperlich habe ich mich gefügt, was ist mir schon auch übrig geblieben – innerlich war ich noch nicht bereit. Fast 4 Wochen noch, DANN!!

Geplatzt und doch ging nichts los. Rhizinuscocktail, Hormontabletten und schliesslich der Tropf.
Wehewehewehewehewehewehewehewehewehewehe…. AUFHÖREN!!!

Die PDA war so toll, keinen Millimeter hat sich dieses Kind fortbewegt, festgesteckt.
Saugglocke raus – Schnipschnapp – zieh!! Zerr!! Festgesteckt!
Zange raus – schnipschnapp – zieh!! Zerr!! Da isser!

Gesund scheint er, atmet aber nicht so gut, wird blau, muss ins Wärmebett.

Dann auf einmal ist er doch krank. Lebensbedrohlich.
Lebensbedrohlich so, dass erstmal keiner weiss, schafft ers, bleibt was??

6 Jahre ist das morgen her, und wie jedes Jahr zur gleichen Zeit bin ich gerührt, fast aufgelöst, muss ihn an mich drücken und festhalten, mir immer wieder vor Augen führen, dass alles gut ist.

Glück

Die Welt umarmen

 

Ich kanns gerade nicht wirklich gut formulieren, es ist nur so ein Gefühl, das sich in mir breit macht – gestern abend habe ich mich mit einer superlieben Freundin getroffen, mit der ich zusammen Abi gemacht habe. Wir haben uns zum Studieren in verschiedene Städte verkrümelt und uns jetzt lange nicht gesehen, aber der Abend war so großartig.

Nicht zuletzt wegen der Erinnerungen, die wir gewälzt haben.

Wir haben so gelacht und ich gestehe, vor lauter „ich bin Ehefrau und Mama“ habe ich glatt vergessen, wie sehr wir es haben krachen lassen, wie völlig verrückt ich mal war, mit wieviel Leidenschaft und auch einer gewissen Sorglosigkeit ich mein Leben gelebt habe.

Diese Erinnerungen sind so wertvoll und  gerade im Moment für mich absolut wichtig.

Was mich ausserdem völlig erfüllt, ist die Freude darüber, so wunderbare Freunde zu haben, solche Momente geteilt zu haben, Wege nicht alleine gegangen zu sein und gehen zu müssen. Das ist ungeheuer tröstlich und wunderschön!

Déjà vu – fallera

Die Lieblingsfreundin kämpft derzeit mit einem Problem, das mir nicht gänzlich unbekannt ist;

 klickklick

Mein Mitgefühl ist direkt neben der Baustelle….