Unmöglich

Da sitze ich, schaue das Foto von vor gerade mal 5 Monaten an, das erste seit 30 Jahren, auf dem wir beide gemeinsam in die Kamera lächeln, strahlen, Seite an Seite. Fotos, die gemacht werden MUSSTEN, ich hatte einen regelrechten Drang, Fotos von Papa mit den Kindern, Fotos von Papa mit mir, Fotos von Papa mit seiner Frau, Fotos von Papa alleine – als hätte ich es geahnt, und dabei bin ich sicher, ich hätte so etwas grausames, fürchterliches und kaum auszuhaltendes niemals ahnen können…

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Sinnfrage

Ich wünschte, ich könnte anders damit umgehen, stark sein, die Trauer annehmen, das Leben dennoch bejahen, Kraft und Freude durch und für meine Kinder hervorzaubern – und diese Zeit in dem Bewusstsein durchstehen, dass es irgendwann besser werden wird, werden muss.

Es scheint mir so unmöglich damit umgehen zu lernen, so undenkbar, jemals in Frieden damit leben zu können, dass er nicht mehr da ist. Mein Held, mein Ratgeber, meine erste grosse Liebe, warmherzig, kämpferisch, wohlwollend, stets hilfsbereit, immer fair und ehrlich – das Vertrauen, mein Vertrauen hat er nie enttäuscht, hat mir als Einziger immer das Gefühl gegeben, dass es ok ist, was ich mache, dass er darauf vertraut, dass ich den richtigen Weg für mich finden werde – hat nie den Finger in die Wunde gelegt, wenn das, was ich mir habe einfallen lassen, mal nicht gut gelaufen ist.

Da sind so viele Gefühle, und ich kann sie nicht in Worte fassen. In blindem Aktionismus und unter Aufbietung aller Kräfte kann ich minutenweise abschalten, das Grauen nicht so sehr an mich heranlassen – dann denke ich wieder, es platzt mir gleich der Schädel, als würde ich verrückt, als könnte mein Kopf nichts von dem fassen, ertragen, womit ich von nun an lernen soll zu leben.
Er fehlt mir so.unendlich.sehr.

Für Dich

Ich wünschte, es wäre noch mehr unser…

Den Weg, den Du vor Dir hast,
kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg.

Papi

Mein lieber lieber geliebter Papi,

Du hast immer gedacht, mit Deinem Weggang aus Deutschland hätten sich auch Deine Bande hier her gelöst. Dass keiner mehr an Dich denken würde – und Du warst so enttäuscht von Deinen sogenannten Freunden, so hast Du gesagt.
Papi, ich habe mit allen gesprochen, weisst Du, Du hast Dich geirrt. Sie sind alle so traurig. Sie haben alle gerade bitterlich geweint. Keiner, der nicht aus tiefstem Herzen betroffen ist – keiner, der noch Worte gefunden hätte, um auszudrücken wie unfair das Leben ist, und wie unendlich traurig, dass Du – obwohl so weit weg, aus unserer Mitte gerissen wurdest.

Meine Verzweiflung kann ich nicht in Worte fassen – „nie mehr“ ist so verdammt viel.

Ich hab Dich unendlich lieb und somit jeden Tag der noch kommt immer weiter und für immer – das ist auch verdammt viel!

Dankeschön…

…für ein sehr nettes, fröhliches, interessantes, den Umständen entsprechend entspanntes, naja eigentlich ziemlich aufregendes Bloggertreffen. Es war ein Wagnis sich darauf einzulassen, aber ich bin sehr froh, gekommen zu sein und Euch alle getroffen zu haben. *fröhlichzu Ansku, GEM, Frau Ami, Frau Schlaflos in München, Frau Zukunft und Frau Schussel rüberwinkt*

Auf der Suche nach dem ICH

Als ich vor 6 Jahren anfing, auf beepworld meinen ersten Blog zu schreiben, habe ich das vorrangig getan, um meinen in der ganzen Welt verstreuten Freunden und der ebenso weit verstreuten Familie einen Einblick in unser Leben zu geben und ihnen die Möglichkeit zu schenken, unverbindlich am Leben unseres Kindes Teil zu haben.
Getrübt wurde die Freude durch anzügliche Kommentare, die sich von Fremden auf das Aussehen unseres Babys bezogen. Unmittelbar nachdem diese ekelhaften Kommentare eintrudelten, löschte ich zunächst alle frei zugänglichen Fotos, und schließlich schweren Herzens den ganzen Blog.
Nach der Geburt meines zweiten Kindes wurden die Rufe nach mehr Bildern und mehr Geschichten über unser neues Familienleben wieder laut.
Nachdem schon viele Freunde und Bekannte auf ihre Art vorgelegt hatten, zog ich nach und startete erst auf einer anderen, schliesslich auf dieser Plattform hier diesen Blog.

Ich hatte nicht den Anspruch eine breite Masse zu unterhalten und habe mich nicht sonderlich bemüht, durch Originalität zu bestechen, dennoch stellten sich innerhalb kürzester Zeit viele regelmässige Leser ein.
Nun ist das, worüber ich erzähle, nicht wirklich massenkompatibel, weswegen ich mich immer wieder unter Druck gesetzt gefühlt habe, über Dinge zu schreiben, die vielleicht auch anderweitig auf Interesse stossen.

Vor einiger Zeit hat mir eine enorm respektlose, unfreundliche Person vor den Latz geknallt, dass ich nichts zu sagen hätte, weswegen dieser Blog wahnsinnig langweilig und nichtssagend sei.

Ich habe lange über diesen Vorwurf nachgedacht und auch wenn ich anfänglich innerlich dagegen rebelliert habe, ist es doch genau so, wie es diese Person gesagt hat. Meine wirklichen Gedanken, das was mich beschäftigt und bewegt, Fragen die ich mir stelle, Antworten, die ich suche – das alles handle ich aufgrund der Erfahrungen  in meinem anderen Blog und auch sonst am liebsten nicht in der Öffentlichkeit ab. Das Internet scheint so anonym, aber wer weiß schon genau, wem alles man sich und seine Lieben präsentiert ?

Es gibt nichts, das ich auf einem Podium stehend verkündigen müsste, ich brauche niemanden, der meine Gedanken liest, niemanden, der mir Applaus spendet, niemanden der mich kritisiert, erpresst und sogar bedroht, was mich über mehrere Wochen diesen Jahres in grosse Angst und Schrecken versetzt hat.

In den vergangenen Tagen, einhergehend mit meinem Gesundheitszustand, habe ich mir viele Gedanken über mein Leben, mich und meinen Text in der Rubrik „Über mich“ gemacht und bin zu dem Schluß gekommen, dass ich alles, was es Wissenswertes über mich gibt, alles, was ich über mich erfahren und lernen kann, nur in mir und bei mir selbst und in völliger Ruhe finde.

Ich bin an einem Wendepunkt angekommen, der es für mich nötig gemacht hat, Vieles zu überdenken, Wichtiges mehr zu schätzen und mich von Unwichtigem zu lösen.

Diese Erkenntnis ist der Grund, weswegen ich mich vorerst und vielleicht für längere Zeit aus der Bloggerwelt zurückziehen werde.
Sicher werde ich weiterhin bei meinen Lieblingsblogs vorbeischauen, aber selbst mag ich nicht mehr schreiben –

weil ich ohnehin nichts zu sagen habe…

Danke fürs Zulesen, es war toll, dass Ihr Euch immer wieder mit Kommentaren an diesem Blog beteiligt habt!

Alles Liebe für Euch alle

Wegen Krankheit

bis auf weiteres leider geschlossen


Sozialrecht pauken…

…gehört irgendwie gerade nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen – Mann Mann Mann, warum geht das denn nicht da rein, wos rein soll???

Wir waren heute im Zoo

Meine GÜTE, ist dieses Elefantenbaby entzückend!!!