Archive for the ‘Liebe’ Tag

1.Monat

Es bestimmt mein ganzes Denken, rund um die Uhr bin ich mir der Leere gewahr und habe manchmal das Gefühl, das Loch tief in meinem, ich kann noch nicht mal sagen, in meinem Bauch, denn es geht flächendeckend durch mich durch, frisst mich auf, lässt mich den Verstand verlieren, erstickt mich.
In manchem Momenten lähmt mich der Schmerz so sehr, dass ich sicher bin, mich nie wieder von der Stelle rühren zu können, meinen Körper nie wieder mit der Kraft meiner Muskeln, sondern nur aufgrund der Vernunft, die mir wie ferngesteuert sagt:“Du musst, für die anderen, sie brauchen Dich!“ fortbewegen zu können.

Gestern wurde ich gefragt:“sag mal, trauerst Du i m m e r n o c h?“
Ohnehin stelle ich fest, dass offenbar alle Menschen, die ich kenne, grosse Schwierigkeiten haben, auf mich zu zu gehen, seit 1 Monat, seit einem ersten „Es tut mir leid“ habe ich von den meisten Freunden nichts mehr gehört – und diese Frage hat mir zum ersten Mal in den letzten Wochen ein Gefühl dafür vermittelt, dass es wohl gut ist so, dass ich da alleine durchgehen muss, dass ich nicht das Recht habe, mit meinem Schmerz zu behelligen.
Vielleicht zeigt das auch, dass man in einer so schnelllebigen Zeit wie heute, mit allem schnell abgeschlossen haben sollte, ganz egal, was es ist…

Heute habe ich mir eine kleine Dattelpalme und allerlei Pflanzen gekauft, die auch in seinem Garten in Nordafrika wachsen, Mimosen werde ich noch suchen – es ist, als ob ein Stück seines Lebens somit bei mir ist, als ob ich ihn heraufbeschwören könnte.
Da sind noch so viele Fragen, so grosse Sehnsucht und un end liche Trauer um niemals mehr erlebbare Momente.

Für Dich

Ich wünschte, es wäre noch mehr unser…

Den Weg, den Du vor Dir hast,
kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg.

Wo bin ich und was ist hier los?!

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 Irgendwas ist komisch. Ich öffne meine Augen, ohne wirklich etwas zu sehen. Ich suche nach der Ursache für meine Verwirrung, meine Synapsen haben offenbar den „Wach“ – befehl noch nicht bekommen, von dieser Seite ist also keine Hilfe zu erwarten.

Mal sehen, was haben wir da:

Auf meinem Knie liegt etwas, ein Kopf, ein kleiner Kopf.

Über meinen Bauch ragt etwas, hm, das sind zwei Beine.

Der Kopf ragt nach links, die Beine nach rechts – sie gehören demnach keinesfalls zusammen.

Als zu mir durchdringt, dass es sich bei dem Kopf um meinen Minisohn handelt, bei den Beinen um meinen naja, grösseren, bewege ich mich für den Rest der Nacht nicht mehr, denn nichts wäre schlimmer, als dass beide gleichzeitig geweckt werden könnten.

Immer wieder erstaunlich, wie ein 3m Bett auf das Wesentliche, nämlich die wenigen Zentimeter um mich und auf mir, reduziert wird.

Und auch wenn die starren Gliedern anschliessend einen Tag brauchen um sich wieder als eingespieltes Team im flüssigen Miteinander zu präsentieren – ich wills nicht anders haben!!!